Stress abbauen:Mit einer neuen Einstellung

Stress – ein Schlagwort, das in aller Munde ist und das immer einen negativen Beigeschmack hat. Wer gestresst ist, hat viel Verantwortung zu tragen, muss viele Dinge erledigen und hat keine Zeit, Körper und Geist erholen zu lassen. Doch selbst wenn das der Fall ist, verringert sich dein Stress nicht. Die innere Einstellung macht’s!
 

Diese Frau sitzt auf einer Bank mit Blick auf das schöne Meer und baut dabei ihren Stress ab


Stress abbauen: Verschiedene Entspannungsmethoden anwenden?

 
Die Medien sind voller Tipps, wie sich Stress abbauen lasse. Da wird auf der einen Seite im Internet empfohlen, durch Spaziergänge und gezielte Auszeiten den Auswirkungen von Stress entgegenzuwirken. Auf der anderen Seite geht es um Sport und wieder andere raten zu einem ausgedehnten Urlaub oder einer vierwöchigen Erholungskur. Dabei wird allerdings nicht berücksichtigt, dass die meisten Methoden nur kurzfristigen Erfolg verschaffen. Sie helfen dabei, den Körper wieder herunterzufahren und verringern für den Moment die Konzentration von Adrenalin im Blut.
 
Diese schnellt hoch, wenn wir großem Stress ausgesetzt sind, was auch gut ist: Biologisch hat die Ausschüttung von Adrenalin Sinn, denn sie stellt wichtige Kraft- und Energiereserven bereit. Wenn wir also vor dem bösen Löwen flüchten müssen, kann das durchaus hilfreich sein. Im normalen Alltag jedoch wirkt sich ein dauerhaft erhöhter Spiegel von Stresshormonen sehr ungünstig auf die Gesundheit aus.
 
Folgende Probleme können auftreten:
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlafprobleme
  • Verdauungsbeschwerden
  • und viele weitere gesundheitliche Auswirkungen
Da liegt der Schluss nahe, verschiedene Entspannungsmethoden auszuprobieren und die Hoffnung zu hegen, dass eine davon wirken könnte. Sicherlich senken Yoga, Progressive Muskelentspannung und Co. den Stresshormonspiegel im Blut und lassen dich Abstand zu den Problemen des Alltags gewinnen. Doch wenn die Auszeit vorüber ist, die Rückkehr von der Kur nach Hause ansteht oder wenn die Tafel „Frustschokolade“ aufgegessen ist, ist alles noch beim Alten. Nichts hat sich an der Ursache des Stresses geändert, was wiederum bedeutet, dass du direkt in das Hamsterrad zurückkehrst und binnen kürzester Zeit erneut unter Strom stehst. Es gilt daher, andere Ansätze zu finden und diese mit den herkömmlichen Methoden zu verbinden.


Die Einstellung ändern


Die Stress-frei-Formel verfolgt einen anderen Ansatz und ist damit umso erfolgreicher. Es geht darum, die innere Einstellung zum Thema Stress zu ändern. Wie bereits erwähnt wurde, ist Stress eigentlich etwas Positives und hilft unserem Körper in Gefahrensituationen. Das Problem ist nur, dass heute kaum jemand wirklich flüchtet, wenn er in Stress gerät und dadurch nicht wieder auf das Normalmaß zurückkommt.
 
Oder bis du schon einmal um den Block gejoggt, weil dein Chef dir die 10. Projektbearbeitung, die Urlaubsvertretung für den Kollegen und den Auswärtstermin gleichzeitig auferlegt hat?
 
Das bedeutet nun also, dass du dich extrem aufregst, Herz und Kreislauf verrückt spielen und die Stresshormone in die Höhe schnellen. Dein Körper bekommt aber kein Ventil! Kein Wunder, dass er krank wird und mit Burn-out oder anderen Problemen reagiert. Du musst also versuchen, den Stress positiver zu sehen. Er ist etwas Gutes, weil er Energiereserven bereitstellt.
 
Deinen Körper in eine extreme Leistungsfähigkeit zu versetzen, ist Teil der natürlichen Konzeption.
Warum solltest du das nicht nutzen?
 
Diese Frau denkt gerade nach ihre Einstellung zu ändern
 
Erkenne Stress als Mittel zur Leistungssteigerung an, versuche aber gleichzeitig, den Körper wieder auf ein normales Maß zurückzuschreiben. Das gelingt in Verbindung mit den herkömmlichen Methoden, mit denen du Stress abbauen kannst.
 
Du hattest einen stressigen Tag im Büro?
Nimmt dir zu Hause bewusst eine Auszeit, gehe joggen, mit dem Hund spazieren oder mit den Kindern auf den Spielplatz. Hauptsache, die lässt die Aufgaben des Tages hinter dir. Nimm dir aber auch Zeit dafür, alles zu reflektieren und festzustellen, woran es überhaupt lag, dass du Stress empfunden hast.
 
Warst du mit der Aufgabe überfordert?
 
War sie zu schwer oder war die Zeit für die Bearbeitung zu knapp?
 
War ein Kollege am Projekt beteiligt, der nachher sowieso alles als seinen Verdienst ausgeben wird?
 
Oder wolltest du heute früher Schluss machen und musstest stattdessen Überstunden ableisten?
 
Wenn du den Grund für den Stress gefunden hast, gibt dir das die beste Möglichkeit, gegen das Problem
anzugehen.


Ursachen- statt Symptombekämpfung


Wenn du Stress abbauen möchtest, änderst du also deine Einstellung und siehst Stress als täglichen Lebensbegleiter mit positiver Assoziation. Du überlegst dir, warum du in Stress geraten bist und was du dagegen tun kannst. Versuche, die Ursachen zu beheben! Die Zeit für die Projektbearbeitung war zu kurz? Erbitte lieber eine längere Bearbeitungszeit und punkte mit einer Arbeit, die komplett erledigt, vollständig und den Kundenwünschen (oder den Wünschen des Chefs) entsprechend ist.
 
Manchmal ist es besser, einzugestehen, dass etwas nicht in der vorgesehenen Zeit erledigt werden kann! Kein vernünftiger Chef wird hier Probleme sehen, wenn die Arbeit dafür nahezu perfekt ist oder wenn neue Ideen einfließen können, die die ganze Sache noch optimieren.
 
Du bist unter Stress, weil du auf der Arbeit zu viel Verantwortung übernehmen musst?
 
Dies ist sicherlich ein schwierigeres Problem, denn niemand wird eine Zurückstufung erbitten oder eine Beförderung ausschlagen, zumal dies nicht nur mit einem finanziellen Verlust verbunden sein dürfte, sondern im schlimmsten Fall mit dem Verlust des Jobs. Hiergegen anzugehen, dauert etwas länger, ist dann aber umso nachhaltiger: „Zieh“ dir dein Personal heran! Das bedeutet nichts anderes, als dass du die dir unterstellten Mitarbeiter gut einarbeitest, in deine Entscheidungen einbeziehst und einen Teil der Verantwortung auf andere überträgst.
 
Damit gestehst du keineswegs eine Schwäche ein, vielmehr zeigst du dich als guter Chef, der seine Mitarbeiter schätzt und bereit ist, die Verantwortung zu teilen. Weil du Vertrauen in deine Leute hast! Das wiederum führt bei diesen zu einer besseren Motivation, sie werden leistungsfähiger sein und bessere Ergebnisse erzielen. Du kannst dich auf gute Mitarbeiter verlassen und musst nicht befürchten, dass es bei einer Abwesenheit deinerseits drunter und drüber geht.
 
Wieder eine Ursache für Stress bekämpft!
Auch bei anderen Dingen solltest du versuchen, die Ursache zu lokalisieren und diese zu beheben oder wenigstens abzumildern. Mitunter braucht das etwas Zeit und häufig eine dritte Person, die neutral auf die Situation blickt und dir beratend zur Seite steht.


Aktiv Stress abbauen

Dieser Mann sitzt in den Bergen um sein Stresslevel aktiv zu reduzieren

Du willst Stress abbauen und meinst, dich abends eine Stunde vor den Fernseher legen zu können?
 
Natürlich kannst du das gern machen, allerdings wird das im Bezug auf die Stressreduzierung nichts bringen. Niemand kann Stress abbauen, indem er passiv ist. Um bei dem Beispiel mit dem Fernseher zu bleiben: Du liegst auf der Couch, knabberst ein paar Chips, trinkst eine Limo oder ein Bier. Du musst nicht an die Arbeit denken oder an ein privates Problem und lässt dich einfach berieseln. Doch sobald der Fernseher ausgeschaltet ist, kommt die Reue.
 
Nun kehren nicht nur die bekannten Probleme mit aller Macht zurück, sondern du fragst dich noch zusätzlich, wie die zusätzlichen Kalorien bloß wieder aus dem Körper kommen. Speckröllchen sind das Letzte, was du noch brauchst! Im Endeffekt hat sich der Stress nun also verdoppelt und ist kein bisschen weniger geworden. Du kannst Stress abbauen, indem du aktiv bist. Geh zum Sport, schnapp dir deinen Hund und laufe um den Block, geh im Park spazieren oder in die Schwimmhalle. Finde deine Sportart, die deinem Körper guttut und zu der du dich nicht aufraffen musst.
 
Im besten Fall schließt du dich einer Gruppe an, denn gemeinsam bezwingt sich der innere Schweinehund deutlich einfacher. Und der taucht garantiert auf! Vor allem in den kalten Monaten des Jahres, wenn wir alle froh sind, die Wohnungstür von innen schließen zu können. Wer mag da schon freiwillig noch zum Sport nach draußen? Raff dich auf, trainiere den Stress weg und es ist versprochen, dass du dich wohler fühlst.


Konventionelle Methoden mit einbinden


Um Stress abbauen zu können, kannst du auch zum Yoga gehen, erlernst ein Instrument oder beginnst mit einer neuen Sportart. Möglichkeiten gibt es viele und hier schließt sich der Kreis zu den eingangs erwähnten Methoden, die zum Abbau von Stress in den Medien zu finden sind. Diese haben nicht unrecht und helfen tatsächlich – wenn du die Grundzüge der Stress-frei-Formel berücksichtigst.
 
Lerne, dass Stress zum Leben dazugehört und finde heraus, welcher Stresstyp du bist.
 
Kannst du bei Stress besonders gut arbeiten und brauchst dann eine lange Phase der Erholung?
 
Reicht es dir, eine halbe Stunde beim Pilates Muskeln und Bändern zu dehnen, dabei geistig abzuschalten und nimmst du die Entspannung daraus mit in den Alltag?
 
Oder brauchst du etwas, auf das du dich voll konzentrieren musst, um abschalten zu können?
 
Vielleicht hilft dir auch eine Aufgabe im sozialen Bereich, als Sporttrainer für Kinder oder du beginnst, mit Tieren zu arbeiten?
 
Dieser Mann spielt Gitarre in der Natur und senkt dabei seinen Stresspegel
 
Versuche so viel wie möglich, um die ideale Variante zu finden und behalte dabei immer im Kopf, dass du damit die Waage zwischen extremer Leistung und Erholung hältst. Du hast eine Verantwortung zu tragen – nicht nur für andere, sondern auch für dich selbst. Daher solltest du alle Möglichkeiten probieren, wie du selbst weniger gereizt, zufriedener und nicht mehr von einem Gefühl der Überforderung geplagt in den Tag gehen kannst. Hast du deinen Weg gefunden, wird sich das Leben um 180 ° drehen und du kannst deine Zeit wieder genießen.
 
Denn effektiv gesehen bleibt uns pro Tag gar nicht so wenig Zeit, um eigenen Interessen nachzugehen. Wir lassen uns nur zu stark von unseren Aufgaben einnehmen, lassen Stressgefühle zu und nutzen selbst die Freizeit zum Grübeln. Damit sollte Schluss sein, denn wer Stress abbauen will, braucht eine gesunde Einstellung zu seinen Aufgaben und Tätigkeiten, zu eigenen Interessen und den Möglichkeiten, die das Leben bietet.

 

 

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